Baffin Expedition 2008
 
 
Baffin Expedition 2008

23. April 2008

Eigentlich sollte es schon wesentlich wärmer sein. Doch laut der einheimischen Jäger ist es ein kaltes Jahr. Bei jedem Atemzug beißt uns die eiskalte Luft in der Lunge, die Nasenschleimhäute sind entzündet und bluten.


Heute geht es endlich los. Am frühen Nachmittag werden wir Richtung Querbitter Fjord aufbrechen. Die letzten Tage verbrachten wir mit packen. Immer wieder spielen wir die einzelnen Etappen der Expedition durch, um ja nichts zu vergessen. Einmal da draußen ausgesetzt, sind wir auf uns alleine gestellt. Wir sprechen viel mit den einheimischen Jägern. Ihre Erfahrungen und Ratschläge sind enorm wichtig.

Baffin Expedition 2008

24. April 2008

Unserer „by fair means“- Philosophie entsprechend, hofften wir zunächst den Weg bis zur Wand mit Hundeschlittengespannen zurückzulegen. Doch dieser romantisch -verklärte Zahn wurde uns schnell gezogen. Hundeschlitten werden nur noch für die Eisbärenjagd eingesetzt und das auch nur, weil es das Gesetz so vorschreibt. Wir haben keine andere Wahl, als die erste Etappe mit Motorschlitten zurückzulegen.

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25. April 2008

Doch das wesentlich größere, unsere Gedanken beherrschende Problem sind die Eisbären. Sie jagen um diese Jahreszeit gerne in Fjorden, in denen die Robbenmütter ihre Jungen zur Welt bringen. Auch im Querbitter Fjord. Robert arbeitete in den letzten Tagen fieberhaft an einem Eisbärenzaun, der mit Leuchtraketen bestückt ist. Ein Meisterwerk, doch bei weitem keine rundum- sorglos Lösung. Fragen wir die Jäger, bekommen wir alle möglichen Ratschläge, nur eine Frage stellen alle: „Welches Kaliber haben eure Gewehre?“


Wir alle sind nervös, aber auch unglaublich neugierig und gespannt, was uns in den nächsten Tagen und Wochen da draußen erwarten wird. Eines ist heute schon sicher: Es werden Eindrücke sein, die wir nie vergessen werden.

Baffin Expedition 2008

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